Die Geschichte von Skåne ist von Kriegen zwischen Schweden und Dänemark geprägt, und die Region war zweimal unter dänischer Herrschaft. Erst 1658 wurde der Gegner endgültig besiegt und Skåne fiel an Schweden. Die Leichen gefallener Soldaten wurden in Massengräbern außerhalb von Lund und Helsingborg aufgestapelt und überall in Skåne kann man noch Spuren der Kämpfe finden. 

Skåne verfügt außerdem auch über ein reiches kulturelles und landwirtschaftliches Erbe sowie zahlreiche Schlösser und Herrenhäuser, von denen etwa 150 erhalten sind. Einige sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Die beliebtesten Touristenattraktionen in Sachen Geschichte und Archäologie folgen hier. 

Ales stenar

Ales stenar

Eine bessere Aussicht als der Blick vom Hügel oberhalb des Dorfes Kåseberga, wo die Schiffssetzung Ales stenar liegt, ist schwer zu finden. Der Kontrast zwischen den Wiesen, den steilen Klippen, die direkt ins Meer abfallen und dem Panoramablick auf die langen Strände in der Ferne ist nicht zu übertreffen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser einzigartige Ort eine beliebte Location für Hochzeiten im Freien ist.

Glimmingehus

Glimmingehus

Die Burg Glimmingehus liegt im Osten von Skåne, in der Nähe der Kleinstadt Simrishamn. Sie ist die am besten erhaltene mittelalterliche Burganlage in Skandinavien. Der Dänische Kronrat und Admiral Jens Holgersen Ulfstrand ließ die stattliche Festung 1499 errichten. Ulfstrand war Admiral der dänischen Marine, und war, wenn man den schriftlichen Zeugnissen Glauben schenken darf, ein machtbesessener Mensch, der permanent die Steuern erhöhte und seine Position nach allen Regeln der Kunst auszunutzen wusste.
Auf der Burg kann man faszinierende Einblicke in das mittelalterliche Leben um das Jahr 1500 bekommen. Die Burg wurde zum Schutz vor feindlichen Angriffen errichtet und hat eine Reihe von eingebauten Todesfallen wie Zugbrücken, Gräben und Löcher, aus denen man heißen Teer über die Angreifer kippen konnte.
Das Personal trägt dazu bei, die Geschichte lebendig zu erhalten. Man kann hier Spukgeschichten lauschen, sich in mittelalterlicher Hausarbeit versuchen, an einer der Führungen teilnehmen oder im wunderschönen Kräutergarten entspannen.

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Kiviksgraven – 6000 Jahre alte Hügelgräber

Kiviksgraven – 6000 Jahre alte Hügelgräber

Dieses 3500 Jahre alte Hügelgrab befindet sich auf einem Monument, dass mit 6000 Jahren noch älter ist. Kiviksgraven ist das älteste Hügelgrab der nordischen Länder und die Überreste des älteren Grabs stammen aus der Bronzezeit und werden auf 1400 vor Christus datiert. Die beeindruckenden Petroglyphen erzählen von Reisen in der realen und der spirituellen Welt, und von damals üblichen Ritualen und Zeremonien. Auch Musikinstrumente und Mode der Steinzeit sind abgebildet – es ist, als schaue man durch ein Fenster in eine andere Zeit. Bei Ausgrabungen hat man hier Zähne von verschiedenen Menschen gefunden, was darauf hinweist, dass in dem Hügelgrab mehrere Personen bestattet wurden. Das Areal des alten Grabs kann das ganze Jahr über besucht werden, das neuere Grab jedoch nur von Ostern bis September. Eintrittskarten können vor Ort erworben werden. Achtung: der Boden ist uneben und nicht unbedingt für Rollstühle und Kinderwagen geeignet.

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Foteviken – zu Besuch im Wikinger-Dorf

Foteviken – zu Besuch im Wikinger-Dorf

Wer die Geschichte des Mittelalters liebt und von mörderischen Wikingersagen fasziniert ist, sollte nach Foteviken fahren. Dort kann man einen guten Eindruck vom Alltagsleben dieses aggressiven Stamms mit den Hörner-Helmen bekommen.
Foteviken ist ein Nachbau eines großen Wikinger-Dorfs auf der Halbinsel Höllviken im Süden von Skåne, wo man in die Geschichte eintauchen kann.
Die gesamte Anlage wurde aus Materialien der damaligen Zeit und mit der entsprechenden Technik gebaut. Sie ist keine Filmkulisse, sondern besteht aus echten bewohnbaren Häusern und einer authentischen Umgebung.
Haustiere und Vieh spielten bei den Wikingern eine große Rolle. Wer Tiere besaß, war reich. Schafe, Hühner und Pferde wandern daher frei im Dorf herum – genau wie zu Zeiten der echten Wikinger.
Zu Beginn der achtziger Jahre wurden fünf gesunkene Wikingerschiffe nördlich des Wikinger-Dorfes im Meer gefunden. Eins davon ist maßstabsgetreu nachgebaut worden und kann vor Ort besichtigt werden.
In der Woche nach Mittsommer wird der jährliche Foteviken Viking Market im Dorf veranstaltet, ein internationaler Markt, der hunderte Händler, Kunsthandwerker und „Wikinger“ aus ganz Europa anzieht – und tausende Besucher.

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Trelleborgen

Trelleborgen

Eine weitere Rekonstruktion im Zeichen des schwedischen Wikingererbes ist das historische Schloss Trelleborgen in der Innenstadt von Trelleborg, einer kleiner Stadt ganz im Süden von Schweden.
1988 wurden am höchsten Punkt der Stadt Überreste einer alten Wikingerburg, einer sogenannten Trelleborg, gefunden. Trelleborg war die gängige Bezeichnung für eine Ringfestung, die aus Treller errichtet wurde, verdrehten und gespalteten Holzstämmen, die für die nötige Stabilität der Konstruktion sorgten. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Burg auch Namensgeber der gleichnamigen Stadt ist.
Trelleborgen ist ein Nachbau der Festung an der Stelle, wo die echte Burg einst lag. Die Rekonstruktion wurde anhand von archäologischen Funden, der Handwerkstraditionen der Wikinger und einiger nicht belegter Annahmen errichtet. Auch ein mittelalterliches Gebäude, das an der gleichen Stelle gefunden wurde, ist hier nachgebaut worden. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Festung befindet sich außerdem ein nachgebauter Wikinger-Hof. Trelleborgen ist nicht nur eine Touristenattraktion und eine Sehenswürdigkeit der Stadt Trelleborg, sondern auch ein Wikinger-Museum, wo die Geschichte lebendig erhalten und weiter vermittelt wird und archäologische Experimente durchgeführt werden.

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Uppåkra

Uppåkra

Uppåkra liegt etwa fünf Kilometer südlich der Universitätsstadt Lund. Die Arbeit an der Ausgrabungsstäte begann in den dreißiger Jahren, und es wurde schnell deutlich, dass Uppåkra große Bedeutung hat. Man hat hier Überreste menschlicher Zivilisation gefunden, die 4000 Jahre alt sind. Bereits in der Steinzeit war diese Gegend also schon besiedelt.
Am bekanntesten ist Uppåkra jedoch für seine eisenzeitliche Siedlung, die hier ebenfalls gefunden wurde. Vom ersten Jahrhundert v. Chr. bis zum 11. Jahrhundert n. Chr. war Uppåkra ein dicht besiedeltes Gebiet.
Lagerhäuser, Werkstätten, Langhäuser und Viehgehege nahmen eine Fläche von fast 40 Hektar ein. Menschen aus allen Herren Ländern kamen nach Uppåkra, um hier Waren zu tauschen und über neue Ideen zu diskutieren. Bei Ausgrabungen hat man hier bereits Münzen, Schmuck und Glasgefäße aus dem Irak und Usbekistan gefunden.
Das Archäologische Zentrum, Uppåkra Arkeologiska Centret, bietet Führungen auf dem Gelände an und betreibt auch ein Café. Es liegt im Gamla Prästgården, einem weißen Gebäude hinter der Kirche, direkt neben dem Parkplatz. Hier befinden sich auch die Ausgrabungsstätten. Im Café kann man Mittag essen oder Kaffee und Gebäck genießen. Einen kleinen Souvenirshop gibt es ebenfalls auf dem Gelände.

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Der Dom zu Lund

Der Dom zu Lund

Die Domkirche, direkt in der Innenstadt von Lund gelegen, der einzigen Universitätsstadt in Skåne, ist die am meisten besuchte schwedische Kathedrale. Jedes Jahr kommen über 700 000 Besucher hierher.
Im Sommer werden täglich Führungen angeboten. Außerhalb der Hochsaison sind sie nur nach Vereinbarung für größere Gruppen möglich.
Eine der Hauptattraktionen des Gotteshauses ist die Astronomische Uhr Horologium mirabile Lundense aus dem Jahr 1424 mit einem Mond-, Sonnen- und Tierkreiszeiger, die bis heute funktionieren.
In der Krypta befinden sich die Statuen des Riesen Finn und seiner Frau, die verzweifelt die Säulen umklammern, die die Kirche tragen. Glaubt man der Legende, wurden beide in Stein verwandelt als sie die Kathedrale zerstören wollten.

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Drottens Kyrkoruin in Lund

Drottens Kyrkoruin in Lund

Um die Ruine dieser mittelalterlichen Kirche aus dem Jahr 1050 n. Chr. entdecken zu können, muss man in der Innenstadt von Lund in die Unterwelt abtauchen. Das unterirdische Museum umfasst die Kirchenruine sowie eine Sammlung von Artefakten, die bei Ausgrabungen gefunden worden sind.
Als die alte Steinkirche freigelegt wurde, entdeckte man Spuren einer noch älteren Holzkirche, von der man annimmt, dass sie im Jahr 990 n. Chr. vom dänischen König Svend Tveskæg errichtet worden und somit die älteste Kirche von Skåne ist.

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